Der Herr der Ringe - Die Gefährten Poster

„Asura“: Teuerster chinesischer Film entwickelt sich zum Mega-Flop

Marek Bang  

Nach der Jahrtausendwende lieferte Peter Jackson mit seiner Adaption von „Der Herr der Ringe“ drei epochale Abenteuer ab, die wohl jeder Filmfan kennen dürfte. In China sollte nun ein ähnlich aufwendiges Werk für volle Kinosäle sorgen, doch das Gegenteil war der Fall. 

Mit dem Fantasy-Epos „Asura“ lief gerade der bislang teuerste chinesische Film aller Zeiten in den heimischen Kinos an. Vollmundig als „chinesisches Herr der Ringe“ vermarktet, entwickelte sich das Epos allerdings in Windeseile zum kolossalen Flop. An seinem ersten Wochenende spielte der Film in China nur 7,1 Millionen US-Dollar ein und konnte damit noch nicht einmal einen Bruchteil seiner Kosten von über 110 Millionen US-Dollar wieder einspielen. Wie die Kollegen vom Business Insider berichten, flog der Film nach nur drei Tagen wieder aus den Kinos.

Der Erfolg von „Der Herr der Ringe“ lässt sich scheinbar nicht einfach auf ein anders gelagertes Epos übertragen. Da hilft es auch nicht, dass mit mit Ngila Dickson die Kostümbildnerin der echten „Herr der Ringe“-Filme verpflichtet werden konnte. Entsprechend wollen die Verantwortlichen der Filmstudios Konsequenzen aus ihrer Misere ziehen und ihr Marketing noch einmal korrigieren.

Ungewöhnliche Maßnahme: „Asura“ bekommt eine zweite Chance

Nach den desaströsen Zahlen des ersten Wochenendes wurde „Asura“ wieder aus den Kinos genommen. Der Film soll nun überarbeitet werden und zu einem späteren Zeitpunkt mit einer veränderten Marketing-Kampagne noch einmal in die chinesischen Kinos geschickt werden. Ob diese ungewöhnliche Maßnahme von Erfolg gekrönt wird, darf allerdings bezweifelt werden, schließlich hat der Film bereits jetzt mit unvorteilhaften Bewertungen in diversen Portalen zu kämpfen.

Die größten Flops der Filmgeschichte

Ob die auf der buddhistischen Sagenwelt basierende Geschichte von „Asura“ nach ihren Startschwierigkeiten in China überhaupt den Weg in unsere Kinos findet, ist nach den aktuellen Ereignissen zweifelhafter denn je.

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