Guardians of the Galaxy Vol. 3 Poster

Nach Rauswurf von James Gunn: Marvel-Star greift Disney an

Andreas Engelhardt  

Das Aus von Regisseur und Autor James Gunn bei „Guardians of the Galaxy 3“ schlägt weiterhin hohe Wellen. Zahlreiche Marvel-Stars zeigten sich mit dem Filmemacher solidarisch, vor allem einer kritisierte Disneys Entscheidung, Gunn zu feuern, heftig. Seine weitere Teilnahme hat er an eine Bedingung geknüpft, doch ein vorzeitiger Abschied wird immer wahrscheinlicher.

Disney hat das Aus von James Gunn als Regisseur von „Guardians of the Galaxy 3“ inzwischen besiegelt. Ein klärendes Gespräch zwischen dem Filmemacher und dem Chef der Disney-Studios änderte nichts an der Entlassung, entsprechend muss ein anderer Regisseur den Marvel-Film übernehmen. Zuvor hatten die Stars der beiden „Guardians of the Galaxy“-Filme noch ihre Solidarität mit Gunn bekundet, vor allem einer war über seinen Rausschmiss zutiefst erbost.

Dave Bautista, der in den Marvel Filmen Drax verkörpert, hat Disneys Entscheidung schon zuvor heftig kritisiert. Das endgültige Aus für James Gunn bildete dabei natürlich keine Ausnahme, entsprechend griff Bautista mit seinem neuesten Kommentar erneut das Filmstudio an.

Dave Bautista stellt seine Teilnahme an „Guardians of the Galaxy 3“ in Frage

Auf die Mitteilung, dass Disney James Gunn nicht wiedereinstellt, reagierte Bautista mit einem ironischen „Danke, Disney!“. Anschließend gab er den Wahlslogan von Donald Trump, „Make America great again“, zum Besten, was ebenfalls als Kritik an Disney zu werten ist.

Vor gut zwei Wochen beendete Disney die Zusammenarbeit mit James Gunn. Einige Jahre alte Tweets des „Guardians of the Galaxy“-Regisseurs waren zuvor wiederaufgetaucht, in denen dieser Witze über Pädophilie machte. Gunn entschuldigte sich für die Tweets und gab sich geläutert, viele Stars, unter anderem die Schauspieler aus den beiden „Guardians of the Galaxy“-Filmen, stellten sich anschließend auf seine Seite.

8 Fehler, die ihr vermutlich in Marvel-Filmen verpasst habt

Die alten Tweets von James Gunn waren von rechtsextremen Kreisen zutage gefördert worden, die dem Regisseur höchstwahrscheinlich schaden wollten, weil dieser wiederholt die Trump-Administration kritisierte. Bautista sprach deswegen schon zuvor von einem Angriff durch Cyber-Nazis und meinte in Richtung Disney: „Es ist außerdem ziemlich ekelerregend, für jemanden zu arbeiten, der die Schmutzkampagne von faschistischen Cyber-Nazis ermöglicht“.

Entlässt Disney Bautista als nächsten Marvel-Star?

Eine mögliche Vertragsverlängerung als Drax kann sich Bautista dank solcher Äußerungen wohl abschminken, wobei er daran wohl ohnehin kein Interesse hat. Vielmehr stellte er sogar seine Teilnahme an „Guardians of the Galaxy 3“ in Frage. Sollte Disney das fertige Drehbuch von James Gunn nicht verwenden, wollte Bautista laut eigener Aussage um eine Vertragsauflösung bitten.

Das Tischtuch zwischen beiden Seiten hat also zumindest einen Riss, der womöglich nicht mehr zu flicken ist. Vielleicht zieht Disney sogar von sich aus Konsequenzen aus dem Verhalten von Bautista, wenn das Haus mit der Maus weiterhin derart offensiv von ihm angegriffen wird. Es scheint zumindest fraglich, ob das Studio Bautista nach all dem Theater noch auf eine Pressetour für „Guardians of the Galaxy 3“ schicken will.

News und Stories

Kommentare