Jurassic World: Das gefallene Königreich Poster

„Jurassic World 2“: Macher erklärt, was alle falsch verstanden haben

Andreas Engelhardt  

Einige Wochen nach dem deutschen Kinostart lief „Jurassic World 2: Das gefallene Königreich“ mit etwas Verspätung auch in den USA an. Drehbuchautor und Produzent Colin Trevorrow nutzte diese Gelegenheit, um ein Missverständnis des Films zu erklären – und verwirrte damit alle nur noch mehr.

– Achtung: Es folgen Spoiler zu „Jurassic World 2: Das gefallene Königreich“! –

Zu Beginn von „Jurassic World 2: Das gefallene Königreich“ sehen wir einige Handlanger von Bösewicht Eli Mills (Rafe Spall) auf Isla Nublar. In dem bereits gescheiterten Freizeitpark Jurassic World wollen sie Proben des Indominus Rex sammeln, was natürlich gewaltig schiefläuft.

Wie Autor und Produzent Colin Trevorrow jetzt verriet, haben aber wohl alle Zuschauer bei diesem Prolog etwas Entscheidendes missverstanden. Trevorrow enthüllte, dass diese Szenen kurz nach dem Ende von „Jurassic World“ spielen. Zwischen den eigentlichen Ereignissen von „Das gefallene Königreich“ und diesen Szenen auf Isla Nublar vergehen dann wiederum Jahre. In dieser Zeit konnten Mills und Dr. Wu (BD Wong) den Indoraptor züchten. Somit wäre also erklärt, woher diese Killerbestie so vermeintlich schnell herkommt. Allerdings wirft die Erklärung von Trevorrow weitere Fragen auf.

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Der Anfang von „Jurassic World 2“ ergibt jetzt weniger Sinn

Wenn der Prolog tatsächlich kurz nach dem Scheitern von Jurassic World einsetzt, ergibt das dort Gezeigte wenig Sinn. Die Söldner von Mills denken offenbar, dass ihnen auf der Insel und in der Bucht davor keine Gefahr mehr droht. Einer von ihnen im U-Boot sagt sogar, dass der Mosasaurus inzwischen tot sein müsste.

Wenn hingegen lediglich Wochen oder nur ein Monat vergangen sind, wie Trevorrow verriet, dann wäre diese Annahme der Söldner reichlich naiv gewesen. Eventuell hat Mills die Söldner belogen und gesagt, dass ihnen auf der Insel keinerlei Gefahr mehr droht, um sie dorthin zu locken. Damit hätte er allerdings die gesamte Operation selbst gefährdet, immerhin wären sie dann entsprechend leichtsinnig und schlecht vorbereitet gewesen.

Darüber hinaus wirkt das Entkommen des Mosasaurus in diesem Kontext fragwürdig. Die riesige Raubbestie war schließlich einige Jahre im offenen Meer unterwegs. Die Ozeane dieser Erde sind gigantisch, aber dass diese Killerbestie nie irgendwo Menschen belästigt hat und niemandem aufgefallen ist, erscheint dann doch unwahrscheinlich.

Erst zum Ende des Films sehen wir, wie der Mosasaurus nach ein paar Surfern schnappt. Die Schlussmontage legt den Eindruck nahe, dass dies zeitnah zum Ausbruch der Dinosaurier aus dem Anwesen der Lockwoods stattfindet. Hat sich der Mosasaurus also seinen großen Auftritt wirklich ein paar Jahre aufgehoben? Auch wenn dies nicht direkt ein Logikfehler ist, so hat „Jurassic World 2: Das gefallene Königreich“ sich doch erstaunlich wenig Mühe gegeben, dies anständig in einen nachvollziehbaren Kontext einzuordnen.

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