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„Meg“ FSK: Milde Altersfreigabe für den Hai-Schocker

Sebastian Werner  

Der mit Spannung erwartete Jason Statham-Film „Meg“ startet am 9. August endlich in den deutschen Kinos. Nun hat die FSK dem Film eine Altersfreigabe verpasst, die Horrorfans nicht glücklich machen wird.

„Meg“ – Internationaler Trailer

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) sorgt unter deutschen Horrorfilm-Fans nicht selten für erhitzte Gemüter. Diesmal trifft die Behörde allerdings keine Schuld am aktuellen Aufreger. Wie kürzlich bekannt wurde, hat die FSK den vermeintlichen Hai-Schocker „Meg“ geprüft und eine Altersfreigabe von 12 Jahren erteilt. Das deckt sich mit den Freigaben anderer Länder wie Irland oder den Niederlanden, wo der Film ebenfalls schon ab 12 Jahren zugelassen ist.

Das milde Urteil ist ein Zeichen dafür, dass uns mit „Meg“ kein blutiger Horrorstreifen erwartet, sondern eher Popcornkino für die ganze Familie. Dieser Umstand wird einige Zuschauer sicher ziemlich enttäuschen, schließlich sollte ein Film über einen gewaltigen Hai eigentlich mit einem angemessenen Gemetzel einhergehen. Der Gewaltgrad bewegt sich aber offensichtlich auf dem Niveau des „Jurassic World“-Franchise. Einen FSK 12-Film dürfen übrigens schon Kinder ab sechs Jahren sehen, wenn sie in Begleitung eines Erziehungsberechtigten sind.

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Ist die schwierige Produktion an der milden Altersfreigabe Schuld?

Nachdem Disney 1997 die Filmrechte an dem Buch erworben hatte, gab es jahrelang Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Films. Schließlich verkaufte das Unternehmen 2015 die Rechte an Warner Bros., wo der Stoff eigentlich von „Hostel“-Regisseur Eli Roth verfilmt werden sollte. Doch der Horror-Spezialist sprang ab und Regisseur Jon Turteltaub („Duell der Magier“) übernahm die Regie. Nach dem Ende der Dreharbeiten im Januar 2017 verweilte der Film mehr als eineinhalb Jahre in der Nachproduktion und wurde mehrfach verschoben. Mittlerweile hat „Meg“ die stolze Summe von 150 Millionen Dollar verschlungen.

Wenn der Film nach 21 Jahren nun endlich in den Kinos startet, möchten die Warner-Studios offensichtlich auf Nummer sicher gehen, um den investierten Betrag wieder einzuspielen. Deshalb setzen die Verantwortlichen nun auf 3D und unterhaltsame Action, statt auf zünftigen Horror. So erweitert sich die Zielgruppe ungemein, was das Risiko eines finanziellen Flops verringert. Ohne die hohen Produktionskosten wäre das verantwortliche Studio vielleicht mutiger gewesen.

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