Spawn Poster

„Spawn“-Film: Jamie Foxx & Jeremy Renner dabei

Sebastian Werner  

Die „Spawn“-Verfilmung von 1997 ist ein echtes Trash-Spektakel. Letztes Jahr kam deshalb das Gerücht auf, der Comic-Held könne einen neuen Film erhalten, der ihm endlich gerecht wird. Jetzt wurde das Remake bestätigt. Das Personal vor und hinter der Kamera ist ein echtes Geschenk an die Fans des Comics.

„Spawn“-Trailer von 1997

Der höllische Superheld wird im Remake von Oscar-Preisträger Jamie Foxx verkörpert, der spätestens seit seinem Auftritt in „Django Unchained“ eine große Fangemeinde hat. Mit Auftritten in Komödien, Thrillern, Kriegsfilmen und Musicals wandelt Foxx stets zwischen den Genres und auch die Sparte des Superheldenfilms ist ihm nicht fremd. 2014 spielte er in „The Amazing Spider-Man 2“ den labilen Oscorp-Elektriker Max, der sich im Laufe des Films in Bösewicht Electro verwandelt.

Jeremy Renner spielt die Hauptrolle in „Spawn“

Das sind aber noch nicht alle Neuigkeiten bezüglich der Besetzung. Wie die Kollegen von Deadline berichten, steht neben Jamie Foxx nun auch der echte Hauptdarsteller des kommenden Films fest. Jeremy Renner alias Hawkeye wird die Rolle des Detective Twitch Williams übernehmen. Dieser kommt auch in der Comic-Vorlage vor und wird im Film neben dem höllischen Superhelden die erste Geige spielen.

Produziert wird der neue „Spawn“-Film von den Blumhouse-Studios, die sich mit Horror-Perlen wie „Split“ und „Get Out“ einen Namen gemacht haben. Comic-Fans können sich also sicher sein, dass der Film angemessen blutig wird.

Todd McFarlane über sein Spielfilmdebüt

Für Drehbuch und Regie des „Spawn“-Remakes ist niemand Geringerer als Comiczeichner Todd McFarlane verantwortlich, der Spawn 1992 erfand und damals satte 1,7 Millionen Hefte der ersten Ausgabe verkauft hatte. Mittlerweile hat er das erfolgreiche Unternehmen McFarlane Toys gegründet und arbeitet als Zeichner für Filme und Videospiele.

Mit „Spawn“ wird Todd McFarlane sein Regiedebüt geben und sagte dazu in einem ersten Statement: „Ich werde die Regie bei meinem ersten Langfilm führen und mir ist vollkommen klar, dass ich mich dafür mit soviel Kunstfertigkeit, Talent und Leidenschaft wie nur möglich umgeben muss. Mit einem Oscar-Gewinner wie Jamie Foxx und der Hingabe von Blumhouse Productions wird nicht nur mein Regie-Job um einiges leichter, es bringt vor allem eine Qualität und eine Star-Power mit sich, von der jeder Regie-Neuling nur träumen kann.“

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Die Dreharbeiten sollen schon im August 2018 starten, so dass ein Kinostart im Frühjahr 2019 nicht unwahrscheinlich ist. Da „Spawn“ nicht als klassischer Superheldenfilm angelegt ist, wird die Nachbearbeitung nicht allzu langwierig werden.

Horror-Thriller statt Superhelden-Blockbuster

In den Spawn-Comics wird der Söldner Al Simmons von seinem Vorgesetzten getötet, als er aus dem Job aussteigen will. In der Hölle handelt Simmons mit dem Höllenfürsten Malebolgia eine Abmachung aus, mit der er wieder in die Welt der Lebenden zurückkehren darf, um seine Frau zu sehen. Doch als er auf Erden ankommt, erwartet ihn eine böse Überraschung: Es sind bereits 5 Jahre vergangen und seine Frau hat inzwischen seinen Freund Terry geheiratet. Zudem ist Simmons grässlich entstellt und hat kaum noch Erinnerungen an sein früheres Leben. So zieht er sich zurück und wird mithilfe seiner übernatürlichen Fähigkeiten zum dunklen Rächer.

Keine Spawn-Origin-Story

Laut McFarlane ist für die Verfilmung das bescheidene Budget von gut 12 Millionen Dollar angesetzt. Einen reinen Superheldenfilm plant er nicht. Stattdessen wird sich „Spawn“ auf den genialen Polizisten Twitch Williams (Jeremy Renner) konzentrieren, der auch in der Vorlage vorkommt. Twitch folgt als Ermittler der blutigen Spur, die der höllische Rächer hinterlässt und wird schon bald selbst in den Rachefeldzug verwickelt.

Mit einer Origin-Story, die erzählt wie Simmons zu Spawn wird, möchte sich McFarlane nicht lange aufhalten und lieber direkt in die düstere Geschichte einsteigen. Ein interessanter Ansatz, der nach den vielen Superhelden-Neuauflagen der letzten Jahre für frischen Wind sorgt. Sollte „Spawn“ ein Erfolg werden, könnte sich der Regisseur durchaus eine Trilogie vorstellen.

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