The Human Centipede (First Sequence) Poster

Der nächste Skandal? „Human Centipede”-Regisseur verspricht „abscheulichstes Filmerlebnis” aller Zeiten

Susan Engels  

Die Filmreihe sorgte für eine der größten Kontroversen der letzten zehn Jahre: „Human Centipede“ genießt in der Horrorfilm-Community einen zweifelhaften Ruhm, während die außenstehenden Zuschauer über Tom Six‘ Regiearbeit nur angewidert die Nase rümpfen und im Jahr 2009 sogar gegen die Vorführung des ersten Teils Sturm liefen. Jetzt hat der niederländische Filmemacher sein Comeback angekündigt – und das legt sogar eine Schippe drauf. 

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Die Story klingt nicht nur äußerst bizarr, sondern auch extrem widerlich: Ein deutscher Arzt entführt eine Gruppe ahnungsloser Touristen, um aus ihnen einen menschlichen Tausendfüßler zu machen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Er näht dabei die Münder der Opfer an das Hinterteil ihres Vordermannes und zwingt sie so, deren Exkremente zu schlucken.

„Human Centipede“ sorgte nicht nur bei der Premiere des ersten Films für eine Welle der Entrüstung. Und trotzdem brachte es die niederländische Produktion auf zwei Fortsetzungen. Nach Erscheinen des letzten Teils der Trilogie wurde es ruhiger um Regisseur Tom Six. Drei Jahre später hat sich der Filmemacher jetzt wieder zu Wort gemeldet und verspricht seinen Zuschauern, ihnen mit seinem neuesten Projekt das „abscheulichste Filmerlebnis aller Zeiten“ zu bescheren.

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„The Onania Club“ – abscheulich und unmenschlich

Im Interview mit IndieWire verriet der 44-Jährige erste Details über seinen neuen Film „The Onania Club“, den er noch im Herbst dieses Jahres in die Kinos bringen möchte. Auch wenn bisher nur wenige Details zur Story bekannt gibt, hielt sich der Niederländer nicht mit zweifelhaften Versprechungen zurück: Er soll nicht nur das „abscheulichste“, sondern auch das „unmenschlichste Filmerlebnis aller Zeiten“ werden. Vielversprechend klingt immerhin die fast ausschließlich weibliche Besetzung des Psycho-Thrillers (unter anderem Jessica Morris, Darcy DeMoss, Deborah Twiss, Karen Strassman und Flo Lawrence). Ein erstes Poster lässt bereits erahnen, in welche Richtung der Film gehen könnte. „Onania“ ist im Übrigen der Titel eines anonymen Traktats aus dem 18. Jahrhundert, das Masturbation als Selbstschändung deklariert.

Das Hauptthema des Films ist Schadenfreude, ein Gefühl, das der Philosoph Arthur Schopenhauer „die schlimmste Sünde des menschlichen Gefühls“ bezeichnete, so der Regisseur im Interview. Während „Human Centipede“ die Ekelgrenzen der Zuschauer vor allem durch körperlichen Horror auszuloten versuchte, wird „The Onania Club“ hauptsächlich psychologischen Horror auf die Leinwand bringen. „Starke, reiche weiße Frauen aus L.A. (Schlampen) übernehmen die Show und ergötzen sich am Elend der anderen.“ – So zumindest fasst Six seinen Film zusammen.

 

Tom Six saß für „The Onania Club“ übrigens nicht nur auf dem Regiestuhl, sondern hat sich auch als Produzent betätigt. Aktuell ist der Filmemacher noch auf der Suche nach einem Verleih. Sollte er in nächster Zeit fündig werden, spräche nichts gegen ein Release in der zweiten Jahreshälfte. Wir vergessen kurzzeitig alles Gesehene und drücken ihm dafür die Daumen.

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