50 Cent

Schauspieler • Producer • Drehbuchautor
50 Cent Poster
Alle Bilder und Videos zu 50 Cent

Leben & Werk

Sein erster Versuch, Popstar zu werden, scheiterte an neun Pistolenschüssen, die ihn fast das Leben gekostet hätten. Sein Label schmiss ihn raus, und 50 Cent musste wieder von vorne anfangen: Doch schon wenig später stand der Rapper endlich da, wo er immer hin wollte: ganz oben.

Geboren im New-Yorker-Stadtteil Queens, wuchs Curtis Jackson, alias 50 Cent, in einer zerrütteten Familie auf. Als er acht Jahre alt war, starb seine Mutter, wenig später setzt sich sein Vater ab und war nicht mehr gesehen. Curtis wuchs daraufhin bei seiner Großmutter auf, die nicht verhindern konnte, dass der Junge als Teenager sein Geld mit dem Drogenhandel verdiente. Gelegentliche Gefängnisaufenthalte folgten bald. Mitte der Neunziger begann er, sich verstärkt für Rap-Musik zu interessieren und fand in Jam Master Jay von Run-D.M.C. bald einen ersten prominenten Mentor. Der HipHop-Star nahm den jungen Künstler für sein Label JMJ Records unter Vertrag, tat dann aber wenig für ihn, weshalb 50 Cent sich dem Produktionsteam Trackmasters zuwandte, das bereits erfolgreiche Arbeiten für Jay Z oder Nas abgeliefert hatte. Die Firma nahm ihn unter Vertrag und begann mit dem Rapper, an seinem Debütalbum „Power Of The Dollar“ zu arbeiten, das über Sony in den Handel kommen sollte.

Zunächst erschienen drei Singles, darunter das legendäre „How To Rob (An Industry Nigga)“, mit dem 50 Cent einen ersten brillianten Image-Coup landete: In dem Songs erläuterte er in ebenso witzigen wie meisterlichen Rhymes, wie er diverse Rap- und R’n’B-Größen ausraubt und ließ dabei kaum einen der damaligen Top-Stars des Genres unerwähnt. Von den Wu-Tang-Mitgliedern über Timbaland, Missy Elliott bis Naughty By Nature und Will Smith – alle bekamen sie in dem radikalen Track ihr Fett weg, und die ersten Antworten ließen nicht lange auf sich warten: Künstler wie Masta Killa oder Jay-Z reagierten auf die Provokation mit teils wütenden Tracks, in denen sie ihrerseits den frechen Newcomer „dissten“, also schmähten. Der großmäulige Track hatte aber bereits dafür gesorgt, dass sich der Name 50 Cent in der Rapszene wie ein Lauffeuer verbreitete und der aufstrebende Rapper bereits als „nächstes großes Ding“ gehandelt wurde. Doch der rasante Aufstieg sollte durch zwei Ereignisse ein jähes Ende finden: Im New Yorker Hit Factory Studio wurde 50 Cent bei der Arbeit von einem Attentäter niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Und schon wenig später folgte der zweite Angriff auf sein Leben, der später von den Medien ausführlichst dokumentiert wurde: Am 24. Mai 2000, kurz vor der Veröffentlichung von „Power Of The Dollar“, feuerte ein Unbekannter neun Schüsse auf den Sänger ab, die ihn in Arme, Beine und ins Gesicht trafen und ein weiteres Mal lebensgefährlich verletzten.

Der Rapper überlebte. Doch seine Plattenfirma kündigte ihm, da sie mit der negativen Publicity nicht in Zusammenhang gebracht werden wollte. Die Veröffentlichung des Debütalbums wurde gestrichen, der Vertrag aufgelöst, und 50 Cent musste wieder ganz von vorne anfangen. Während der nächsten zwei Jahre wurde der Rapper wieder verstärkt im Underground aktiv. Er gründete das Rap-Kollektiv G Unit und veröffentlichte zahlreiche Mix-Tapes, die in der New Yorker Szene begeistert aufgenommen wurden und 50 Cent wieder einen exzellenten Ruf bescherten. Schon bald erwachte auch das Interesse der großen Plattenfirmen an dem Rapper neu, und ein wahres Wettrennen um 50 Cent begann erneut. Die Majors überboten sich gegenseitig mit Vertragsangeboten, den Zuschlag erhielten schließlich Eminem und Dr. Dre, die 50 Cent, angeblich für einen siebenstelligen Betrag, für ihr Label Shady/Aftermath unter Vertrag nahmen. Gemeinsam arbeiteten die drei an neuen Tracks und veröffentlichten einen ersten neuen Song auf dem Soundtrack zu Eminems Erfolgsfilm „8 Mile„. Die erste Vorab-Single „Wanksta“ mauserte sich im Jahr 2002 zum umfassenden Hit und erreichte Platz 13 der US-Charts.

Mit der zweiten Single wurde dieser Erfolg sogar noch getoppt: „In Da Club“ wurde zum Welthit und erklomm mühelos die Spitzenposition der amerikanischen Singles-Charts. Aber weiterhin geriet 50 Cent durch vermeintlich kriminelle Verstrickungen in die Schlagzeilen: So wurde er etwa mit dem Mord an seinem früheren Mentor Jam Master Jay in Verbindung gebracht sowie mit angeblichen Kontakten des Rap-Labels Murder Inc. mit der Drogenszene. Für seine Karriere war diese negative Publicity indes durchaus förderlich: Sein erstes Album für Shady/Aftermath, „Get Rich Or Die Tryin“, wurde im Februar 2003 zum gigantischen Erfolg: In nur fünf Tagen gingen in den USA stolze 872.000 Einheiten über die Ladentische, wodurch das Album zum bestverkauften Debütalbum seit Erhebung der Charts durch SoundScan wurde. Mittlerweile wurden weltweit über zehn Millionen Exemplare der CD verkauft. Nachdem er im zweiten Anlauf doch noch zum weltweiten Superstar und einem der erfolgreichsten Rapper der Welt aufgestiegen war, legte 50 Cent im März 2005 sein mit Spannung erwartetes zweites Album „The Massacre“ nach.

Die CD schlug ein wie eine Bombe und bescherte dem Rapper höchste Charts-Platzierungen rund um den Globus. Damit stellte 50 Cent nachhaltig klar, dass es zu dieser Zeit nur einen veritablen Anwärter auf den Posten des größten Rappers der Welt gab. Ganz nach dem Vorbild seines Mentors Eminem tauchte 50 Cent im November 2005 auch erstmals auf der großen Leinwand auf. Der autobiographische Film „Get Rich Or Die Tryin“ basierte auf der Lebensgeschichte des Sängers und wurde, ebenso wie die ebenfalls autobiographische und mehrfach Oscar-nominierte Eminem-Geschichte „8 Mile“, von Regisseur Jim Sheridan effektvoll in Szene gesetzt. Die HipHop-Kids stürmten in die Kinos und machten den Film zum durchschlagenden Erfolg. Als erste Single aus dem dazugehörigen Soundtrack wurde der Song „Window Shopper“ ausgekoppelt.

Filme und Serien

Bilder

News und Stories

Kommentare