Debra Winger

Schauspielerin • Producerin
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Leben & Werk

Unabhängig, realistisch, leidenschaftlich und mit einer rauchig-sinnlichen Stimme, gehört Debra Winger zu den Charakterschauspielerinnen mit großer Willensstärke und geistiger Unabhängigkeit, auch wenn sie sich scheinbar in der Rolle verliert, so als Ehefrau von John Malkovich, die in Bernardo BertoluccisHimmel über der Wüste“ die immense Weite der Sahara verinnerlicht und sich den Verführungen durch die arabische Welt hingibt, bis sie als Sklavin eines Fürsten und als von der Leere des Raumes ausgelöschte Existenz endet.

Debra Winger, geboren 1955 in Cleveland, arbeitete nach der High School ein Jahr in einem Kibbuz und diente drei Monate in der israelischen Armee, bevor sie seit 1977 in Film und Fernsehen arbeitete, wo sie an der Seite von Richard Gere als polnische Fabrikarbeiterin mit Hang zum Ausbruch aus dem Alltag in „Ein Offizier und Gentleman“ bekannt wurde. Für diese Romanze und das direkt folgende Melodram „Zeit der Zärtlichkeit“, wo sie als unglückliche Tochter der dominanten Mutter Shirley MacLaine an Krebs stirbt, wurde sie jeweils für den „Oscar“ nominiert.

Winger profilierte sich ebenso in Komödien („Staatsanwälte küßt man nicht„, „Forget Paris“) und lieferte sich mit Theresa Russell in dem Psycho-Thriller „Die schwarze Witwe“, wo sie undercover einer Mörderin nachstellt, ein spannendes Schauspielerduell. Wingers Fähigkeit, als starke Frau ihre Kraft nicht voll auszuspielen, sondern dem Partner Raum zu lassen, zeigte sich in Richard Attenboroughs „Shadowlands„, in dem sie die amerikanische Dichterin Joy Gresham spielte, die den Dichter und eingefleischten Junggesellen C.C. Lewis (Anthony Hopkins) aus seiner Männerstarre erweckt und erlöst, bevor sie nach einem Jahr an Krebs stirbt.

Wenig Verständnis zeigt sie als Frau eines Footballtrainers gegenüber der wachsenden Freundschaft ihres Mannes zu seinem geistig behinderten Trainingsgehilfen (Cuba Gooding Jr.) in „Sie nennen ihn Radio„. Als US-Diplomatin war sie in dem 2005 entstandenen TV-Politdrama über den Völkermord in Ruanda „Als das Morden begann“ zu sehen und in „Eulogy – letzte Worte“ gehörte sie zur Collins-Familie. 2008 engagierte Jonathan Demme sie für sein Filmdrama „Rachel Getting Married“ als Brautmutter Abby, deren Töchter während der Hochzeit in einen gewaltigen Konflikt geraten.

Timothy Hutton war Wingers erster Ehemann, mit dem sie den Sohn Noah hat.1996 heiratete sie den Schauspieler Arliss Howard. Die beiden sind die Eltern von Sohn Babe Gideon.

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